In dieser Rubrik findet Ihr "Kaffeegedichte" unseres Ehrenbürgers Paul von Hoerschelmann.

Viel Vergnügen

Kaffee-Gedicht * 12.09.2021 * „Die Kinder!“

Durchgeimpft und auch genesen -
Dänen sind jetzt freie Wesen.
Müssen keine Masken tragen,
Können sich ins Kino wagen
Mehr als achtzig haben schon
Dieser letzten Impfung Lohn,
Während bei uns noch Millionen,
Vor dem Impfen sich noch schonen.
Woher dieser Unterschied,
Den man doch ganz deutlich sieht?
Können Unsere nicht hören
So wie etwa kleine Gören?
Sind sie einfach nur zu faul
Wie ein alter Ackergaul?
Wenn man sich auch selbst nicht schont,
Hätte es sich doch gelohnt
Schon allein der Kinder wegen
Einfach sich zu überlegen,
Ob das Impfen nicht von Nöten,
Wie es ja die andren täten.
Kinder haben viel gelitten,
Muss man erst die Eltern bitten?
Schließlich haben wir Gesetze,
Dass man Andre nicht verletze.
Ganz besonders diese Kleinen
Mit den noch ganz kurzen Beinen.
Wenn Verantwortung schon fehlt,
Wird auch sonst das Recht gewählt…

Kaffee-Gedicht * 05.09. 2021 * „Impf-Muffel“

Ein Muffel ist ein Menschenwesen,
Das weder hören will noch lesen.
Es scheint, als wäre diese Schwäche
Vorhanden eher in der Fläche,
Doch trifft man‘s gleichfalls in der Stadt -
Ob Hochdeutsch oder auch auf Platt.
Der Muffel muffelt vor sich hin,
Als hätt das Leben keinen Sinn.
Warum soll man sich impfen lassen?
Dies gilt so auch für alle Rassen:
Ob schwarz, ob weiß, ob gelb, ob braun -
Ob Männer aber oder Frau‘n.
Die Art und Farbe machens nicht
Und auch nicht einfach das Gesicht.
Wer muffelt ist viel eher faul,
Und dabei schläfrig anzuschaun.
Er ist kein strammer Impfungsgegner,
Viel mehr ganz einfach so ein träger.
Vielleicht versteht er einfach nicht,
Wenn man zu ihm vom Impfen spricht?
Deswegen er auch nicht entdeckt,
Wenn er sich selber angesteckt
Und dann auch andre infiziert -
Eh er dran denkt - ist es passiert.
Wie wär es doch, wenn dieser Typ,
Sich sebst nicht nur – auch andre liebt!?

Kaffee – Gedicht * 30.08.2021 * „ Der Impfling“ *

Der Impfling ist ein eignes Wesen:
Er hält sich selber für genesen.
Das Virus hat sich nur versteckt,
Weil durch die Impfe es erschreckt.
Man muss das Impfen wiederholen,
Denn‘s Virus kommt auf leisen Sohlen.
Doch denken andre wieder quer
Und habe nachher das Malheur.
Sie halten‘s Impfen für entbehrlich
Das ist doch töricht - seid doch ehrlich!
Der Jungen Leichtsinn ist nicht schön,
Doch kann man diesen noch verstehn:
Mir kann doch dieses nicht passieren
Was sind das eigentlich, die Vieren?
Ein kleiner Schups kann sie bewegen,
Dass sie sich‘s Impfen überlegen.
Hingegen, die vom Urlaub kommen,
Die können sich kaum weiter sonnen,
Sie bringen‘s Virus öfter mit,
Die Inzidenzen halten Schritt.
Weil sie an ihre Freiheit denken
Und damit wieder andre kränken.
Der Impfling ist fern aller Qual,
Geht fröhlich drum in das Lokal…

Kaffee-Gedicht * 28.08.2021 * „Afghanistan“ *

Der Ghani der ist fortgerannt
Mit sehr viel Geld in seiner Hand.
Noch sind die USA am Ort,
Doch sind sie gleichfalls alsbald fort.
Die Taliban – eh man‘s gedacht -
Sind schon in Kabul über Nacht.
Man sieht sie durch die Gegend flitzen
Indem sie auf dem Mofa sitzen.
Und die dem Westen noch vertrauen,
Die werden bald dafür verhauen.
Sie wollen deshalb schleunigst raus,
Doch sieht die Sache traurig aus.
Ein IS-Kämpfer, dieser Schuft,
Sprengt sich mit ihnen in die Luft.
So viel man kann, holt man heraus
Aus diesem wahren Irrenhaus.
Man hatte ja viel aufgebaut
Und der Regierung noch vertraut.
Dies alles scheint alsbald verschwunden
In wen‘gen Tagen und auch Stunden.
Das Volk und seine vielen Stämmen,
Die sind jetzt aber in der Klemme,
Denn sich zu Wehren hat kein Zweck,
Die Waffen werfen sie drum weg.
Wer hat an allem diesen Schuld?
Es scharrt der Schergen Ungeduld.
Schon immer war‘s das „schönste“ Spiel:
Den Schuld‘gen finden, wär schon viel.