Kaffee-Gedicht * 28.08.2021 * „Afghanistan“ *

Geschrieben von Paul v. Hoerschelmann

Der Ghani der ist fortgerannt
Mit sehr viel Geld in seiner Hand.
Noch sind die USA am Ort,
Doch sind sie gleichfalls alsbald fort.
Die Taliban – eh man‘s gedacht -
Sind schon in Kabul über Nacht.
Man sieht sie durch die Gegend flitzen
Indem sie auf dem Mofa sitzen.
Und die dem Westen noch vertrauen,
Die werden bald dafür verhauen.
Sie wollen deshalb schleunigst raus,
Doch sieht die Sache traurig aus.
Ein IS-Kämpfer, dieser Schuft,
Sprengt sich mit ihnen in die Luft.
So viel man kann, holt man heraus
Aus diesem wahren Irrenhaus.
Man hatte ja viel aufgebaut
Und der Regierung noch vertraut.
Dies alles scheint alsbald verschwunden
In wen‘gen Tagen und auch Stunden.
Das Volk und seine vielen Stämmen,
Die sind jetzt aber in der Klemme,
Denn sich zu Wehren hat kein Zweck,
Die Waffen werfen sie drum weg.
Wer hat an allem diesen Schuld?
Es scharrt der Schergen Ungeduld.
Schon immer war‘s das „schönste“ Spiel:
Den Schuld‘gen finden, wär schon viel.